Benzolfabrik (1914-1960)


Geschichte

Die 1914 errichtete Benzolfabrik ist ein Teil des nördlichen Bereichs des Georgschachtgeländes, auf dem chemische Nebenprodukte wie Ammoniak, Naphtalin und Teer aus der Kohle gewonnen wurden.

Funktion

In der Benzolfabrik wurde aus dem Gas, das bei der Verkokung der Steinkohle in der Kokerei entstand, als Nebenprodukt Benzol gewonnen. Dieses Nebenprodukt wurde vorwiegend als Motorentreibstoff verwendet.
Zur Vermarktung dieses Brennstoffes, gründete 1889 in Bochum der Deutsche Steinkohlen Verband die „Westdeutsche Benzol-Verkaufsvereinigung“ Im Jahr 1924 entwickelte der Chemiker Walter Ostwald einen neuartigen Kraftstoff aus einem Benzol-Benzin-Gemisch und taufte ihn auf den Namen B. V.-Aral. Aus den Anfangsbuchstaben der beiden chemischen Gruppen der Aromaten und der Aliphaten entstand der Markenname ARAL.
Das mit Benzol versetzte Benzin wies eine höhere Klopffestigkeit als der bis dahin übliche Kraftstoff auf und wurde daher als „Super-Benzin“ vertrieben.