Altes Umspannwerk (1917-1962)


Geschichte

Erbaut 1917, im Auftrag vom EMR (Elektrizitätswerk Minden- Ravensberg). Für den Bau und die Ausstattung waren die Architekten Waltar Klingenberg (1881-1963) und Werner Issel (1884-1974) verantwortlich. Issel wird
zu den bedeutendsten Architekten des Industriebaus im 20. Jahrhundert gezählt.

Vom Umspannwerk Georgschacht wurde im Jahr 1918 erstmals Strom nach Stadthagen, zu den umliegenden Ortschaften,  bis hin zum Steinhuder Meer geleitet. 1927 wurde das Gebäude um eine Wärterwohnung erweitert. Die Schaltwerkhallen erfuhren 1931 eine erhebliche Erweiterung. Nach der Schließung des Georgschachtes, ging die Anlage 1962 vom Netz und wurde in private Hände übergeben.

Funktion

Das alte Umspannwerk verfügte über drei Leistungstransformatoren und Schaltanlagen, deren Aufgabe es war die ankommende Hochspannung, welche über Leitungen aus den Kraftwerken Windheim und Kirchlängern geliefert wurde, in Mittelspannung für die Ortsverteilung umzuwandeln und weiterzuleiten. Ein Schaltwärter überwachte diese Vorgänge und regelte die Leitungen.

Das Leitungsnetz   der EMR um 1959.  Der Strom kam  von den Krafwerken Windheim und Kirchlängern zum Umspannwerk am  Gerorgschacht und wurde von dort bis nach Steinhude  weitergeleitet.
Das Leitungsnetz der EMR um 1959. Der Strom kam von den Krafwerken Windheim und Kirchlängern zum Umspannwerk am Gerorgschacht und wurde von dort bis nach Steinhude weitergeleitet.
Umspannwerk-Georgschacht  Stromversorgung Schaumburg-Lippe um 1953.
Umspannwerk-Georgschacht Stromversorgung Schaumburg-Lippe um 1953.
Schaltwärter vor den 2500V- Schaltzellen um 1918.
Schaltwärter vor den 2500V- Schaltzellen um 1918.


Galerie

Das "Alte Umspannwerk" im Modell

Industriegeschichte im Modell zeigt der MEC Stadthagen (Modelleisenbahnclub) Stadthagen, der es sich zur Aufgabe gemacht hat wichtige bauliche Errungenschaften der damaligen Industrie Schaumburgs im Maßstab 1:87 darzustellen. Der MEC Stadthagen ist seit 2014 im "Alten Umspannwerk" am Georgschacht ansässig. Mehr Informationen zum Verein und seinem Modell vom "Alten Umspannwerk"  gibt es hier.